E-Mail-Marketing-Kampagnen planen und umsetzen: In 9 Schritten von der Zielsetzung bis zur Auswertung
Eine wirksame E-Mail-Marketing-Kampagne entsteht als zusammenhängender Prozess: Erst werden Ziel, Zielgruppe und Kampagnenform festgelegt, dann folgen Botschaft, Timing, Produktion, Preflight, Versand und Auswertung. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen die Planung in neun Schritten und hilft Ihnen, Einzelversand, Serie oder Automation passend einzusetzen und den Erfolg am eigentlichen Business-Ziel zu bewerten.
Inhaltsverzeichnis
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Eine E-Mail-Marketing-Kampagne beginnt nicht mit dem Schreiben der ersten Betreffzeile. Zuerst müssen Ziel, Zielgruppe, Kampagnenstruktur und Erfolgskriterien feststehen. Danach folgen Inhalte, Timing, Produktion, Qualitätsprüfung, Versand und Auswertung.
Dabei muss eine Kampagne nicht zwingend aus mehreren E-Mails bestehen. Je nach Ziel kann eine einzelne, gezielt versendete E-Mail ausreichen. Für andere Vorhaben eignet sich eine zeitlich begrenzte Serie oder eine triggerbasierte Automation.
Dieser Leitfaden führt Sie durch einen toolneutralen Prozess in neun Schritten. Als durchgängiges Praxisbeispiel dient eine Kampagne, mit der Anmeldungen für ein Webinar gewonnen werden sollen.
Was ist eine E-Mail-Kampagne?
Der Begriff „E-Mail-Kampagne“ wird in der Praxis unterschiedlich verwendet. In der Nomenklatur einzelner Softwareanbieter wie Klaviyo oder Omnisend bezeichnet eine Kampagne einen einmaligen, zeitlich festgelegten Versand an ein bestimmtes Segment. Andere Fachquellen verwenden den Begriff für eine koordinierte Serie mehrerer E-Mails. Manche Werkzeuge wie Mailchimp nutzen „Campaign“ wiederum als plattforminternen Oberbegriff für verschiedene Marketingformate.
Für die Planung ist deshalb weniger entscheidend, wie viele E-Mails versendet werden. Das verbindende Merkmal ist das spezifische, zeitlich begrenzte Marketingziel.
Eine Kampagne lässt sich damit von zwei verwandten Formaten abgrenzen:
- Ein Newsletter dient primär der regelmäßigen Information über Neuigkeiten.
- Eine E-Mail-Automation läuft dauerhaft und wird durch definierte Ereignisse oder Nutzerverhalten ausgelöst.
- Eine E-Mail-Kampagne verfolgt ein konkretes Marketingziel und kann je nach Aufgabenstellung aus einem Einzelversand oder mehreren abgestimmten E-Mails bestehen.
Beim Webinar-Beispiel lautet das übergeordnete Ziel etwa, Anmeldungen für einen bestimmten Termin zu gewinnen. Ob dafür eine einzelne Einladung oder eine Folge mehrerer E-Mails eingesetzt wird, ist eine nachgelagerte Entscheidung.
Wenn Sie zunächst die grundlegenden Voraussetzungen des Kanals klären möchten, finden Sie diese in den E-Mail-Marketing Grundlagen. Die Abgrenzung zum regelmäßigen Versand wird im Beitrag Newsletter-Marketing vertieft.
Schritt 1: Kampagnenziel und Erfolgsmessung definieren
Bevor Empfänger ausgewählt oder E-Mails erstellt werden, braucht die Kampagne ein konkretes Ziel. Dieses Ziel bestimmt später auch, anhand welcher Kennzahlen der Erfolg bewertet wird.
Eine allgemeine Vorgabe wie „mehr Engagement erzeugen“ reicht dafür kaum aus. Sinnvoller ist eine Zieldefinition, die konkret und messbar ist und einen eindeutigen Bezug zum gewünschten Geschäftsergebnis besitzt.
Beim Webinar-Beispiel ist die zentrale Frage: Wie viele Webinar-Anmeldungen soll die Kampagne erzeugen?
Daraus ergibt sich auch die primäre Business-KPI: die Zahl beziehungsweise das definierte Conversion-Ziel der Webinar-Anmeldungen. E-Mail-Kennzahlen wie Klicks können zusätzlich helfen, einzelne Stufen der Kampagne zu beurteilen. Sie ersetzen aber nicht die Messung des eigentlichen Geschäftsziels.
Warum die Öffnungsrate allein nicht ausreicht
Besondere Vorsicht ist bei Öffnungsdaten geboten. Apples Mail Privacy Protection lädt Remote-Inhalte bei Nutzern mit aktivierter MPP automatisch im Hintergrund. Dadurch können Öffnungen registriert werden, ohne dass sich daraus zuverlässig ableiten lässt, ob ein Empfänger die Nachricht tatsächlich geöffnet und gelesen hat.
Öffnungsdaten sind dadurch künstlich erhöht und ungenau. Sie sollten deshalb nicht allein zur Bewertung des Kampagnenerfolgs dienen. Aussagekräftiger für das eigentliche Ziel sind Klicks und vor allem die gewünschten Zielhandlungen beziehungsweise Conversions.
Markt-Benchmarks können eine zusätzliche Orientierung bieten. Sie sollten jedoch nicht an die Stelle der eigenen Ziel- und Erfolgsmessung treten. Zudem ist bei der Übertragung von Benchmark-Daten zu berücksichtigen, auf welchen Branchen und Versandarten der jeweilige Datensatz basiert.
ℹ️ Hinweis
Legen Sie die primäre Erfolgskennzahl vor dem Start fest. Bei einer Webinar-Kampagne ist beispielsweise die Anmeldung das eigentliche Ziel. Öffnungen und Klicks können zusätzliche Hinweise liefern, sollten aber nicht an die Stelle dieser Zielhandlung treten.
Schritt 2: Zielgruppe bestimmen, segmentieren und Berechtigung prüfen
Nach dem Ziel folgt die Frage, welche Empfänger für genau diese Kampagne relevant sind. Dafür kann die vorhandene Empfängerliste anhand geeigneter Merkmale segmentiert werden, beispielsweise nach Verhalten, demografischen Merkmalen oder bisherigen Käufen.
Beim Webinar-Beispiel wird also nicht automatisch der gesamte Verteiler angeschrieben. Stattdessen wird zunächst definiert, welche Empfänger zum Thema und Ziel des Webinars passen.
Direkt mit der Segmentierung gehört eine zweite Frage auf den Tisch:
Dürfen wir diese Personen für dieses Thema anschreiben?
Gewerbliche E-Mail-Werbung erfordert grundsätzlich ein vorheriges Opt-in des Empfängers, sofern nicht die spezifischen Voraussetzungen der Bestandskundenausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG vorliegen. Zudem ist das Widerspruchsrecht der Empfänger zu berücksichtigen.
Die rechtliche Berechtigung ist damit kein letzter Kontrollpunkt kurz vor dem Versand, sondern gehört bereits an den Anfang der Zielgruppenauswahl. Dieser Artikel ersetzt dabei keine Rechtsberatung. Vertiefende Informationen zum vorgelagerten Listenaufbau und zur Einwilligung werden in Leadgenerierung und Double Opt-in vertieft.
Wenn Sie die Datenschutzfragen rund um Ihr E-Mail-Marketing weiter vertiefen möchten, finden Sie dazu eine spezialisierte Schulung von KlickTipp und Rechtsanwalt Dr. Stephan Gärtner.
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⚠️ Warnung
Segmentieren Sie nicht nur nach Marketingkriterien. Prüfen Sie bei der Auswahl der Empfänger zugleich, ob die Personen für das konkrete Thema angeschrieben werden dürfen. Eine fachlich passende Zielgruppe ist nicht automatisch eine rechtlich zulässige Versandliste.
Schritt 3: Einzelversand, Serie oder Automation wählen
Erst wenn Ziel und Empfänger feststehen, lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Kampagnenarchitektur zur Aufgabe passt.
Einzelne E-Mail
Ein Einzelversand bietet sich an, wenn ein fester Termin und eine klar abgegrenzte Botschaft zusammenkommen.
Beim Webinar kann das beispielsweise eine einzelne Einladung sein, wenn die Empfänger bereits ausreichend Kontext besitzen und nur über den Termin informiert und zur Anmeldung geführt werden sollen.
Zeitlich begrenzte E-Mail-Serie
Eine Serie eignet sich, wenn mehrere Botschaften aufeinander aufbauen und gemeinsam dasselbe Ziel verfolgen.
Für das Webinar könnten verschiedene Touchpoints unterschiedliche Aufgaben übernehmen: zunächst das Thema und seinen Nutzen einordnen, anschließend konkreter zur Veranstaltung führen und später an die Anmeldung erinnern.
Entscheidend ist nicht die Zahl der E-Mails an sich. Jede Nachricht braucht eine erkennbare Funktion innerhalb des gemeinsamen Kampagnenziels.
Triggerbasierte Automation
Wird der Versand individuell durch ein bestimmtes Nutzerverhalten ausgelöst, handelt es sich um eine triggerbasierte Automation. Ein möglicher Auslöser ist beispielsweise eine Registrierung oder ein Kauf.
Die drei Formate sind nicht grundsätzlich besser oder schlechter als die jeweils anderen. Sie lösen unterschiedliche Aufgaben. Ein fester Termin mit einer einzelnen Botschaft spricht für einen Einzelversand, mehrere aufeinander aufbauende Botschaften für eine Kampagnenserie und eine individuelle Auslösung durch Nutzerverhalten für eine Automation.
Schritt 4: Botschaft, Angebot und CTA strukturieren
Steht die Kampagnenarchitektur, erhält jeder Touchpoint eine konkrete Aufgabe.
Jede E-Mail benötigt einen klaren Hauptzweck und eine eindeutige primäre Handlungsaufforderung, den Call-to-Action oder CTA. Beim Webinar-Beispiel kann der zentrale CTA zur Anmeldeseite führen.
Bei einer mehrteiligen Serie müssen die Nachrichten zusätzlich aufeinander abgestimmt sein. Eine mögliche Dramaturgie kann vom Problembewusstsein über die Lösung bis zum konkreten Angebot beziehungsweise zur zeitlichen Dringlichkeit führen. Entscheidend ist, dass jede E-Mail eine spezifische Teilaufgabe im Konversionspfad übernimmt.
Damit wird verhindert, dass mehrere Nachrichten lediglich denselben Inhalt wiederholen. Stattdessen wird bereits bei der Planung festgelegt, welche Botschaft an welchem Touchpoint benötigt wird und welche Handlung der Empfänger anschließend ausführen soll.
Eine ausführliche Copywriting- oder Designtheorie ist dafür nicht erforderlich. Im Kampagnenprozess zählt zunächst die Abstimmung von Ziel, Kernbotschaft und primärem CTA.
Schritt 5: Zeitplan und Trigger festlegen
Nach den Inhalten folgt die zeitliche Planung.
Bei einer einzelnen E-Mail wird ein konkreter Versandtermin festgelegt. Bei einer Serie müssen zusätzlich die Abstände zwischen den einzelnen Touchpoints geplant werden. Bei einer Automation bestimmt der definierte Trigger, wann der jeweilige Prozess beginnt.
Versandzeitpunkte und Abstände sollten zum Anlass, zur Zielgruppe und zum Kampagnenkonzept passen. Eine allgemeingültige „beste Versandzeit“ gibt es nicht.
Pauschale Regeln wie „Dienstag um 10 Uhr funktioniert immer am besten“ sind deshalb keine belastbare Planungsgrundlage. Sinnvoller ist es, Versandzeitpunkte im eigenen Empfängerkreis zu testen und die Ergebnisse für spätere Kampagnen zu dokumentieren.
Für das Webinar bestimmt vor allem der Veranstaltungstermin den zeitlichen Rahmen. Von dort aus lassen sich Einladung, mögliche Folgemails und Erinnerungen passend zur geplanten Kampagnenarchitektur einordnen.
Schritt 6: E-Mails und Zielseiten produzieren
Bevor die einzelnen Inhalte produziert werden, sollten die bisherigen Entscheidungen in einem gemeinsamen Kampagnenplan festgehalten werden. So bleibt sichtbar, wie Ziel, Empfänger, Botschaft, CTA, Timing und Erfolgsmessung zusammenhängen.
Ein toolneutraler Kampagnenplan kann diese zehn Kernfelder enthalten:
| Feld | Leitfrage |
|---|---|
| 1. Kampagnenziel | Welches konkrete Marketingziel verfolgt die Kampagne? |
| 2. Primäre Business-KPI | An welcher Zielhandlung wird der Gesamterfolg gemessen? |
| 3. Zielgruppe & Segment / Recht | Wer soll angesprochen werden und ist die Ansprache für diesen Zweck zulässig? |
| 4. Kampagnentyp | Einzelversand, zeitlich begrenzte Serie oder triggerbasierte Automation? |
| 5. Touchpoint/E-Mail | Welche konkrete E-Mail beziehungsweise welcher Schritt wird geplant? |
| 6. Kernbotschaft | Welche zentrale Botschaft übernimmt dieser Touchpoint? |
| 7. Call-to-Action | Welche primäre Handlung soll der Empfänger ausführen? |
| 8. Landingpage/Ziel-URL | Wohin führt der CTA? |
| 9. Timing/Trigger | Wann wird versendet beziehungsweise wodurch wird die Nachricht ausgelöst? |
| 10. Preflight-Verantwortlicher | Wer übernimmt die abschließende Qualitätskontrolle vor dem Versand? |
Für die Webinar-Kampagne würde der Plan beispielsweise das Ziel „Webinar-Anmeldungen“, das dafür ausgewählte Segment, die einzelnen Einladungs-Touchpoints, den CTA zur Registrierung und die zugehörige Anmeldeseite miteinander verbinden.
E-Mail und Landingpage als Einheit planen
Der Klick auf den CTA ist nicht das Ende des Kampagnenpfads. Die Zielseite muss die Botschaft nachvollziehbar fortsetzen.
E-Mail und Landingpage sollten deshalb in Botschaft, Design und CTA durchgängig übereinstimmen. Wird in der E-Mail beispielsweise die Anmeldung zu einem konkreten Webinar angekündigt, sollte der Empfänger nach dem Klick ohne inhaltlichen Bruch bei genau dieser Anmeldung ankommen.
Der Kampagnenplan hilft dabei, solche Übergänge bereits vor der Produktion sichtbar zu machen.
Schritt 7: Pre-Send-Check und technische Versandbereitschaft prüfen
Ist die Kampagne erstellt, sollte sie nicht unmittelbar versendet werden. Vor jedem Versand steht ein Preflight-Check.
Dabei werden sowohl Inhalte und Darstellung als auch die technische Versandbereitschaft kontrolliert.
Pre-Send-Checkliste
- Empfänger: Ist das richtige Segment für diesen Versand ausgewählt?
- Berechtigung: Dürfen diese Empfänger für das konkrete Thema angeschrieben werden?
- Links: Funktionieren CTA, Textlinks und Ziel-URLs wie vorgesehen?
- Mobile Vorschau: Wird die E-Mail auch auf mobilen Endgeräten sinnvoll dargestellt?
- Personalisierungs-Fallbacks: Was wird angezeigt, wenn ein benötigtes Personalisierungsmerkmal fehlt?
- Vorschautext: Wird der vorgesehene Preview-Text korrekt dargestellt?
- Testversand: Wurde die fertige Nachricht vor dem eigentlichen Versand getestet?
- SPF/DKIM/DMARC: Sind die für den jeweiligen Versand erforderlichen Authentifizierungsmechanismen eingerichtet und funktionsfähig?
- One-Click-Unsubscribe: Ist die für den jeweiligen Versand erforderliche einfache Abmeldemöglichkeit berücksichtigt?
Große E-Mail-Provider wie Google Gmail und Yahoo stellen Anforderungen an die E-Mail-Authentifizierung von Absendern. Für Bulk-Sender – insbesondere bei einem Versandvolumen ab etwa 5.000 Nachrichten pro Tag – gelten weitergehende Vorgaben, zu denen unter anderem DMARC und eine einfache Abmeldemöglichkeit gehören.
Diese Punkte gehören im Kampagnenprozess in die Versandprüfung. Eine vollständige technische Serverkonfiguration ist dagegen ein eigenes Thema und nicht Teil dieses Kampagnenleitfadens.
⚠️ Warnung
Der Preflight ist die letzte Gelegenheit, vermeidbare Fehler vor dem Versand abzufangen. Prüfen Sie nicht nur Text und Design, sondern auch Empfängersegment, Berechtigung, Links, Personalisierung, mobile Darstellung sowie die für Ihren Versand geltenden Anforderungen an Authentifizierung und Abmeldung.
Beim Webinar-Beispiel sollte der Test insbesondere sicherstellen, dass die richtige Empfängergruppe ausgewählt wurde, der Anmelde-CTA tatsächlich auf die vorgesehene Webinar-Seite führt und die E-Mail auch auf mobilen Geräten funktioniert.
Schritt 8: Versand durchführen und Zustellung überwachen
Nach bestandenem Preflight kann der Versand manuell ausgelöst oder für den geplanten Zeitpunkt terminiert werden.
Die Arbeit endet damit noch nicht. Unmittelbar nach dem Versand sollte kontrolliert werden, ob auffällige technische Probleme auftreten. Dazu gehören insbesondere ungewöhnlich hohe Bounce-Raten oder Fehlermeldungen und Blockaden.
Diese Erstkontrolle dient nicht bereits der vollständigen Erfolgsbewertung der Kampagne. Sie soll zunächst zeigen, ob der Versand technisch wie vorgesehen angelaufen ist.
Bei einer mehrteiligen Webinar-Kampagne wird diese Kontrolle für die einzelnen geplanten Versände entsprechend wiederholt.
Schritt 9: Kampagnenerfolg auswerten und Learnings sichern
Nach der Kampagne führt die Auswertung zurück zum ersten Schritt: dem ursprünglich definierten Ziel.
Wenn die Webinar-Kampagne Anmeldungen erzeugen sollte, entscheidet nicht allein die Zahl der Öffnungen darüber, ob die Kampagne erfolgreich war. Maßgeblich ist das festgelegte Business-Ziel beziehungsweise die gewünschte Conversion.
E-Mail-Kennzahlen helfen anschließend bei der Diagnose. Klicks können beispielsweise zeigen, wie Empfänger auf einzelne Touchpoints reagiert haben. Öffnungsdaten können ebenfalls betrachtet werden, müssen wegen Apple Mail Privacy Protection jedoch mit entsprechender Vorsicht interpretiert werden.
Die Auswertung verbindet deshalb die E-Mail-Kennzahlen mit den tatsächlichen Zielhandlungen.
Anschließend werden die Erkenntnisse für kommende Kampagnen dokumentiert. Dabei kann beispielsweise geprüft werden:
- Welche Touchpoints haben zu Klicks und Zielhandlungen beigetragen?
- An welchen Stellen des Kampagnenpfads zeigen sich Verbesserungsmöglichkeiten?
- Welche Elemente sollen bei der nächsten Kampagne gezielt getestet werden?
A/B-Tests sind eine Möglichkeit, solche Fragen systematisch weiterzuverfolgen. Beispielsweise können alternative Betreffzeilen oder CTA-Formulierungen getestet werden. Entscheidend ist, aus den Ergebnissen konkrete Lernpunkte für die nächste Kampagne abzuleiten, statt einzelne Kennzahlen isoliert zu betrachten.
Fazit: Gute E-Mail-Kampagnen verbinden Strategie und Umsetzung
Eine E-Mail-Kampagne kann aus einer einzelnen gezielten Aussendung oder einer abgestimmten Serie bestehen. Entscheidend ist das gemeinsame, konkrete Marketingziel.
Ein strukturierter Kampagnenprozess führt in neun Schritten von diesem Ziel bis zur Auswertung:
- Kampagnenziel und primäre KPI definieren.
- Zielgruppe segmentieren und rechtliche Berechtigung prüfen.
- Einzelversand, Serie oder Automation passend zur Aufgabe wählen.
- Botschaft und CTA je Touchpoint festlegen.
- Timing beziehungsweise Trigger planen.
- E-Mails, Zielseiten und Kampagnenplan aufeinander abstimmen.
- Preflight und technische Versandbereitschaft prüfen.
- Versand durchführen und unmittelbare Zustellprobleme überwachen.
- Ergebnisse am ursprünglichen Business-Ziel auswerten und Learnings sichern.
Damit wird die Kampagne zu einem zusammenhängenden Marketingprozess statt zu einer Folge isolierter E-Mails. Klare Zielsetzung, durchgängige Struktur und konsequente Auswertung bilden dafür die Grundlage.
